Dreiflüsse-Trachtengau Passau

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Start - Sachgebiete - Laienspiel und Brauchtum

Laienspiel, Mundart und Brauchtum

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Nach der Verschmelzung der beiden Trachtenverbände in Bayern 2002 wurde auch im Dreiflüsse Trachtengau Passau dieses Sachgebiet eingeführt. Bis zu den Neuwahlen 2004 übernahm der 1. Gauschriftführer Erwin Stockinger die kommissarische Leitung dieses Sachgebietes, wo er dann in der Gauversammlung als Sachgebietsleiter gewählt wurde.

Laienspiel
Von den im Dreiflüssegau angeschlossenen 45 Vereinen wird in 10 Vereinen das Laienspiel gepflegt. Aber auch sonstige, nicht dem Dreiflüssegau angeschlossene Gruppen, pflegen immer mehr das Laienspiel. Viele Vereine gründeten ihre Theatergruppen, um Geld in die Vereinskassen zu bringen, um dadurch ihre Ziele in Sachen Brauchtum und Tracht erfüllen zu können.

Mundart
Die Erforschung der Dialekte begann in den 20er Jahren. Das sogenannte Sandard- oder Hochdeutsch gibt es erst seit ca. 100 Jahren. Dialekt (vom griechischen dialegesthai – miteinander reden), ist keine der Hochsprache abweichende minderwertige Kuriosität, sondern die eigentliche Volkssprache, in der sich die Sprachgeschichte am reinsten offenbart. Der Unterschied muss jedem bewusst sein, denn wir sollten unsere Muttersprache, die ja Mundart ist, als eigene Sprache sehen und Hochdeutsch ist die erste Fremdsprache. Wir sollen uns unserer Mundart nicht schämen, sie ist nicht besser und auch nicht schlechter, als die in Frankreich, Italien oder Norddeutschland. Deshalb sollen wir unsere Mundart pflegen und erhalten, denn nur durch Vorleben geben wir unseren Dialekt an unsere Kinder weiter.

Brauchtum
Die Brauchtumspflege im Dreiflüsse-Trachtengau Passau ist so vielfältig, wie unsere Mundart. Hier wird unterschieden zwischen kirchlichem und weltlichem Brauchtum im Jahreskreis. Die Trachtenvereine beteiligen sich bei den kirchlichen Veranstaltungen wie Maiandachten, Palmweihen, Fronleichnamsumzüge, Erntedankfeste, Kräuterweihen, Adventsingen und vieles andere mehr.

Viele der weltlichen Brauchtümer sind jedoch örtlich verschieden und nicht in allen Gebieten vertreten. Ein alter heidnischer Brauch zum Beispiel ist die Rauhnacht oder das „Raunudlsingen“, das nur im Bayer. Wald verbreitet und zu Hause ist. Ebenso im Bayer. Wald zu Hause ist das „Wasservögelsingen“ oder auch Pfingstsingen genannt, da dies am Pfingstsonntag abgehalten wird.

Hier gehen Gruppen von Haus zu Haus und singen litaneiartige Verse und die Gruppe gibt darauf immer Antwort. So werden zum Beispiel die Hausbewohner „ausgesungen“, wenn sie die Wasservögel nicht mit Wasser bespritzen, oder keine Geschenke in Form von Geld oder Naturalien hergeben.

Das Maibaumkraxeln ist in der ganzen Gegend des Dreiflüssegaues zu Hause und dies nachweislich schon seit ca. 400 Jahren.

Ein anderes großes Brauchtumsgeschehen ist vom Passau bis nach Böhmen zu bestaunen. Der jährliche Säumerzug bewegt sich hier von Passau über Waldkirchen oder Freyung nach Böhmen. Hier entstanden im 16. Jahrhundert entstandene Goldene Steig hatte drei Wege bis nach Böhmen. Einer ging von Passau über Salzweg, Waldkirchen, Grainet nach Wallern und Prachtitz, der andere über Röhrnbach, Hinterschmiding nach Winterberg und der dritte über Freyung nach Bergreichenstein.

Erwin Stockinger
Gaubrauchtumswart bis 2014

 

Seit Oktober 2014 ist Franz Würfl neuer Gaubrauchtumswart.

 

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